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Dabei sein ist alles

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Das olympische Motto gilt auch für meinem Versuch, das Muster vom Magic Touch für Stulpen abzuwandeln. Obwohl für die Teilnahme an den Ravellenics ja schon drei WIPs vorgesehen waren, wollte ich auch noch etwas Neues anschlagen. Nur was Klitzekleines. Und die Idee, aus den Garnresten passende Stulpen zu basteln, spukte ohnehin schon länger im Kopf gerum.


Alles in allem gestaltete sich die Umsetzung aber problematischer als gedacht. Die erste Idee war, die Handschuhe quer zu stricken und den Daumen zum Schluss mit verkürzten Reihen anzufügen. Das wäre schön schnell gegangen und hätte nur ein Minimum an Rechnerei erfordert. Sah aber leider überhaupt nicht gut aus.

Also musste ich doch ran ans Nadelspiel. Aber auch in der konventionellen Strickrichtung überzeugt das Ergebnis nicht. In der verkleinerten Form kommt das Zickzack-Muster einfach nicht gut zur Geltung. Was sicher zum Teil daran liegt, dass das Garn etwas dicker war. Immerhin ein Lerneffekt: Für Briochemuster ist auf Stulpen ei…

Zick-Zack-Variation

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Dank der Ravellenics und somit beseelt vom olympischen Geist ist meine Zick-Zack-Stola endlich fertig geworden! Die hatte ich ja gefühlt eine Ewigkeit (faktisch etwa seit Oktober) auf den Nadeln.


Ich war von Anfang an und die ganze Zeit über völlig hingerissen von den Farben der Mille Colori Socks. Auf den beilaufenden Glitzerfaden hätte ich gut verzichten können, aber er stört auch nicht. Kombiniert habe ich es mit einem wunderbaren, sehr, sehr dunklen Dunkelgrün, handgefärbt von der lieben Edith.

Ich bin ja wahrscheinlich die letzte, die noch keinen dieser klassischen Zickzack-Schals besaß. Und so ganz klassisch ist er auch nicht geworden. Denn: wie befürchtet ist es UN-GLAUB-LICH ÖDE so ein Zickzackteil zu stricken. Und es hat die Sache naürlich auch nicht beschleunigt, dass ich lieber eine Stola als einen Schal haben wollte. Ich habe dann wenigstens etwas Abwechslung ins triste Strickerinnendasein gebracht, indem ich kraus rechte und glatt rechte Reihen variiert habe. Das macht d…

Persimmon

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Das erste Modell aus Nancy Marchants neuem Buch ist fertig! Wie schon erwähnt ließ sich das im Grunde recht einfache Muster schön dahinstricken. Aufpassen musste man allerdings trotzdem, damit man sich in den dünnen Mohairfäden mit den vielen Umschlägen nicht verhedderte. Und - so zumindest das Gefühl während des Strickens - besonders gleichmäßig wird das mit Mohair auch nicht gerade.



Das Ungleichmäßige hat sich zum Glück verwaschen. Und auf der Plusseite steht zusätzlich, dass das Ganze wunderbar luftig wird, weil man ja im Wesentlichen Löcher produziert. Mit gerade mal 84 Gramm ist der Schal ohnehin ein Leichtgewicht.

Die von mir gewählte (weil im Stash vorhandene) Kontrastfarbe fügt sich recht unauffällig in das große Ganze ein. Interessant fände ich, mal auszuprobieren, wie das Zusammenspiel von unterschiedlichen Garnstärken mit dieser Technik aussieht. Mit den dünnen Fäden muss man schon ganz genau hinschauen, um das Muster zu erkennen:


Ich habe das Knäuel Silkhair Print mit ein…

Auf den Nadeln im Februar

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Der Januar fühlte sich wahnsinnig lang an. Wahrscheinlich weil er beleuchtungstechnisch überwiegend aus Nächten bestand. Dafür gab es aber auch keinerlei Anlass, für irgendwelche Outdoor-Aktivitäten und entsprechend viel Strickzeit. Folgerichtig wurde auch ganz schön was fertig: Ich kann auf rekordverdächtige fünf abgeschlossene Projekte zurückblicken (na gut, zwei davon waren eher Kleinkram, aber immerhin!).

Ein Rekord ist wahrscheinlich auch, dass ich gleich zwei Mal brav nach Anleitung gestrickt habe: beim Girlfriends Cardigan und bei der Spiralmütze. Beide sind gleichermaßen einfach wie empfehlenswert.
Die eigenen Projekte standen, wie schon in den Monaten davor, immer noch ganz im Zeichen der Kombination von Brioche und Doubleface. Der Touch of Magic macht sich auch als vielfarbiges Resteprojekt richtig gut. Und der Bubble Trouble hat endgültig bewiesen, dass die Kombination der beiden Techniken gut geeignet ist, um mit geometrischen Formen zu spielen. Die passenden Handstulpen w…

Wir basteln uns ein lustiges Hütchen ...

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... aber nicht für Fasching. Auch nicht für Karneval. Ich verweigere mich ja allen Arten von kollektivem, alkoholinduziertem Frohsinn. Und wie schon gelegentlich vermerkt, habe ich auch mit Mützen nichts am Hut. Außer wenn es ihnen gelingt, eher wie Hüte auszusehen. Und da gab es letzte Woche eine wunderbare neue Anleitung, die ich sofort haben musste: Spirale von alfa knits.



Ich hatte vor ungefähr zwei Jahren mal erwogen, einen Poncho in der Richtung zu stricken und hatte sogar schon einen guten Namen dafür ('Snail Trail'). Aber irgendwie habe ich es nie bis zur Realisierung geschafft. Das geht bei so einem Hut natürlich viel schneller und es besteht keine Gefahr, dass die kurzen Reihen anfangen zu nerven. Und es sieht außerdem noch ein Stück genialer aus. Ich dachte mir: Wenn das Teil auf dem Kopf doof aussieht, kann ich es immer noch als Kunstobjekt aufstellen!



Ganz so schlimm kam es dann zum Glück nicht. Für mich ist die Mütze durchaus tragbar, allerdings mehr so dekorativ…

Schnelle Resteverwertung

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Na ja, "schnell" stimmt nicht ganz. Zwar waren die Stulpen, in traditionellen Runden, tatsächlich ruckzuck gestrickt, aber die vertikalen, aufgehäkelten Linien haben mindestens noch einmal ebenso viel Zeit in Anspruch genommen. Vom Vernähen ganz zu schweigen! Ich schätze mal, ich musste hier so viele Fäden vernähen, wie sonst in einem halben Jahr.


Aber ich wollte diesen Plaid-Effekt unbedingt einmal ausprobieren. Vorzugsweise an einem kleinen Projekt, weil das Vertrauen in meine Häkelfähigkeiten nicht allzu ausgeprägt ist. Speziell Luftmaschen werden normalerweise bei mir alles andere als regelmäßig. Zum Glück hatte ich in der Fadenstille-Gruppe den Tipp aufgeschnappt, dort linke Maschen zu stricken, wo später die Linien verlaufen sollten. Das war schon mal ziemlich hilfreich und sorgte dafür, dass die Linien auf jeden Fall gerade wurden.

Trotzdem war die Sache mit der Häkelei ein ganz schönes Gewurstel. Was ich nämlich zwar wusste, aber erfolgreich verdrängt hatte: Beim Auf…

Notizen

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Falls sich jemand aus München und Umgebung persönlich davon überzeugen möchte, dass diese Zwei-Seiten-Strickerei kein Hexenwerk ist: Ich gebe nächsten Samstag dazu einen Workshop bei Wolle & Schönes (Anmeldung dort).

Und da wir grade schon bei Eigenwerbung sind: Ich wurde von Robin Hunter für ihren Blog interviewt. Sie stellt dort wöchentlich Designer uns sonstige Menschen aus der Strickwelt vor. Ich habe zwar nach wie vor ein Problem damit, mich Designerin zu nennen. (Ich finde, Berufsbezeichnungen sollten denen vorbehalten sein, die das gelernt haben. Ist ja auch nicht jeder ein Journalist, der das Inrernet vollschreibt. Oder ein Schreiner, weil er ein IKEA-Regal zusammenbaut.) Aber so langsam finde ich mich damit ab, dass man das Etikett zumindest umgangssprachlich verwenden kann.